Donnerstag, 9. Juli 2015

Tag 6

Nach dem doch entspannten Tag gestern, war heute wieder etwas „Arbeit“ angesagt. Unser heutiges Ziel war der Fuß des Col d’Agnel. Um dort hinzukommen, mussten wir die bereits erwähnte Abenteuer-Strecke über den Tender passieren.
Unsere Freude war groß, als wir gegen 9:00Uhr den Campingplatz verließen.
Vorbei an malerischen Flussläufen und entlang atemberaubender Bergpanoramen. Da wir mit der Ape doch recht langsam unterwegs sind, konnte man diese Ausblicke richtig genießen. Als wir dann kurz vor dem Tendertunnel eine rote Ampel entdeckten mussten wir erstmal halten. Nach einer kurzen Wartezeit konnten wir weiterfahren, wurden aber kurz darauf von einem Bauarbeiter rausgewunken. Dieser erklärte uns auf Französisch, dass die Passstraße zu sei und wir mit „dem Ding“ ja wohl nicht durch den Tunnel könnten. So ließ er uns stehen und wir waren zunächst ratlos. Wir mussten umplanen. Und planen war wie bekanntlich eher Sebastians Aufgabe, der dies von seinem Vater „geerbt“ hat. (http://www.u-motions.de/leistungen/eventplanung/)
Hier auch mal ein Dank, da wir von ihm auch eine große Unterstützung für unser abenteuerliches Projekt bekamen!

Nachdem wir bereits eine Stunde gewartet hatten, fragten wir mir dem letzten Fünkchen Hoffnung nochmals einen Bauarbeiter, diesmal jedoch einen Italiener. Dieser sah unsere Ape kurz an und meinte dann: „Tunnel? Ja gar kein Problem!“ Etwas verwirrt über diese schnelle und klare Antwort fragten wir nochmals nach, ob wir das richtig verstanden hatten und fuhren dann in der nächsten Grünphase in den Tunnel. Locker, noch bevor die Gegenrichtung Grün bekam, waren wir durch. Glücklich, dass wir es geschafft hatten, aber auch traurig, dass wir nicht die abenteuerliche Strecke nehmen konnten, beschlossen wir wenigstens von der Nordseite den Tender hoch zu fahren. Als wir oben ankamen, erbot sich uns ein wahnsinniger Ausblick. Den letzten Teil unserer heutigen Fahrt, passierte nicht mehr all zu viel. Silas bewies, dass die Aussage: „Man kann in einer Ape nicht schlafen“ wohl gelogen sei. Denn auf einer endlosen Gerade, war es schlussendlich recht langweilig.
Als wir gegen 18.30Uhr an unserem Campingplatz ankamen, war unsere erste Handlung der Griff zu unseren Pullis. Verwöhnt von den heißen Temperaturen der letzten Tage, war es heute doch recht kalt. Auch als wir abends im Zelt lagen, froren wir etwas. Wir schliefen schlussendlich, trotz der Kälte, sehr gut.




 Silas & Sebastian


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