Samstag, 11. Juli 2015

Tag 7

Nachdem wir gerade so dem Erfriertod entgangen waren, lautete unser Plan: Raus aus den Schlafsäcken und rein in die kuschelige Ape, den Berg stürmen! Doch allem Anschein nach, war es selbst unserer Ape zu kalt. Da wir, wie schon erwähnt, kein Starter-Spray hatten, musste der gute alte Spiritus herhalten. Ein paar Tropfen in den Vergaser und schon schnurrte Francesco (der Motor unserer Ape) wieder wie ein Kätzchen. So konnten wir also, 20 Minuten später als geplant, aufbrechen, zu den drei 2000ern, die heute auf unserem Programm standen.


Auf dem Col d’Agnel (2744m), der der Pass auf unserer Strecke war, lieferten wir uns ein spannendes Kopf an Kopf Rennen mit dem französischen Herrenlanglaufteam. Schlussendlich gaben sie sich von der Ape geschlagen und ließen sich noch ein paar Meter von uns ziehen. Das Frauennationalteam, dass wir einige Meter später trafen, stellte keine Konkurrenz für uns dar, da wir sie ziemlich aus der Konzentration gebracht hatten.
Nachdem wir diese auch hinter uns gelassen hatten, mussten wir das erste Mal schieben. Als wir jedoch oben ankamen, waren wir total glücklich, unseren ersten 2000er bezwungen zu haben. Nicht nur die Alpen waren ein schönes Fotomotiv, das es dort oben zu sehen gab, denn auch wir wurden einige Male von anderen Reisenden fotografiert.

 Als wir auch ein paar Erinnerungen mit unserer Kamera eingefangen hatten, machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Col Izoard. Der 2360 hohe Pass, hatte zwischenzeitlich ziemlich blöde Steigungen, so dass unsere Ape diese im 2.Gang fast nicht schaffte. Das hatte zur Folge, dass uns sogar ein Fahrradfahrer (!!!) überholte. Als wir die Spitze erreichten, wurden wir von einem köllner Biker, dessen Nachbar eine Ape hat, mit den Worten „Ihr seid doch verrückt!“ empfangen. Als dieser ein Foto mit uns gemacht hatte, damit er beweisen konnte, dass es doch so verrückte wie uns gibt, fuhren wir entlangen eines gigantischen Gletschers über den Col de Galbier (2642m).
Dieser Kampf zwischen dem Berg und dem 2. Gang, ging deutlich an den 2.Gang, der dieses mal keinerlei Probleme aufzeigte. Den Blick, den wir an der Spitze einfangen konnten, war der schönste des ganzen Tages. Auch hier wurden wieder Kameras gezückt, um die Alpen (aber auch um uns) zu fotografieren. Die letzten 18km bis Valloir, wo wir unser Lager aufschlugen, waren nicht ganz so spektakulär wie der Rest des Tages. Gegen 22.00Uhr, gingen wir 3 schlafen (also wir zwei und die Ape). Wir waren doch ziemlich erledigt nach diesem anstrengenden Tag

Silas & Sebastian

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