Ob Francesco nicht eine Francesca war, darüber waren wir uns heute echt
nicht mehr sicher. Denn auch heute war unser Motor wieder sehr bockig. Wir
konnten ihn nur mit ein wenig Alkohol dazu überreden, seine Arbeit ordnungsgemäß
zu verrichten. Dies war Gott sei Dank auch nicht ganz so viel Arbeit. Wir
mussten den Luftfilter abschrauben und dann den Spiritus in den Vergaser geben.
Dies funktionierte glücklicherweise auch ein zweites Mal heute, denn es stand
der König der Pässe auf dem Programm: der Col d’Iseran.
2770m hoch und damit
der höchste Alpenpass. Auf dem Weg zu diesem passierten wir noch den Col de
Telegraph, der mit seinen 1600m ein verhältnismäßig niedriger Pass war. Auf dem
Iseran angekommen, waren wir erstaunt von der Mondlandschaft dort oben. Kein
Baum weit und breit nur Gletscher und Sträucher. Beeindruckt verließen wir den
Ort und machten uns auf wieder in flachere Gebiete zu kommen. Da wir stets
bergab fuhren, immer in Richtung Tal, erreichten wir unser Tagesziel bereits 2
Stunden früher als geplant, weshalb wir uns entschlossen noch 60km weiter, bis
Beaufort, zu fahren. Dort schlugen wir unser Lager auf und wussten, dass es
nicht mehr weit bis nach Eggenstein war.
Silas & Sebastian

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